Tsaranoro Tal - Andringitra Gebirge - Andasibe Nationalpark
1. Tag: Deutschland - Mailand - Antananarivo (Tana)
Anschlussflug von allen deutschen Alitalia-Abflughäfen (z.B. München) nach
Mailand. Gegen 18:55 Uhr Nonstopflug nach Madagaskar mit der modernen Boeing
767-300 der Air Madagaskar.
2. Tag: Ankunft in Tana
Gegen 05:50 Uhr landen Sie in der Hauptstadt Madagaskars. Empfang durch Ihren
Fahrer und Transfer in die Stadt zum Hotel Royal Palissandre.
3. Tag: Tana - Fianarantsoa - Tsara Camp im Tsaranoro Tal
Weiterflug nach Fianarantsoa. Empfang und Transfer zum Tsara Camp.
Die Dorfältesten erzählen, der Name Tsaranoro sei um 1820 entstanden. Während der
Kämpfe der Betsileo gegen die Merina (die die angrenzenden Königreiche stürzen
wollten) floh König Sahanambo (Name des Flusses im Tal) in die angrenzenden hohen
Berge, um den Eindringlingen zu entgehen. Er fand eine Höhle, gross genug, um sein
Gefolge zu beherbergen und zur Sicherheit liess er den Eingang mit Steinen verschliessen.
Nach monatelanger Belagerung des Tales wurden die Lebensmittel knapp, es gab keine
andere Möglichkeit, als sich im Tal Proviant zu beschaffen. Um bei den Merina keinen
Verdacht zu erregen, beschloss der König, zwei Schwestern zu schicken: Ratsara und
Ranoro. Die Höhle wurde geöffnet um sie herauszulassen und sorgfältig wieder verschlossen.
Die Schwestern stiegen ab ins Tal und fanden problemlos die notwendigen Lebensmittel.
So kehrten sie viel eher zurück als vorgesehen und fanden die Höhle verschlossen. Sie
riefen und klopften, um sich bemerkbar zu machen, aber niemand öffnete ihnen. Sie hatten
zwar genug zu essen, aber nichts zu trinken. Sie mussten sich von ungekochtem Reis ernähren
und wurden immer schwächer und verdursteten schliesslich. Wenige Tage später liess der
König die Höhle öffnen und fand die beiden Schwestern - tot. Ihnen zur Ehre liess der
König den höchsten Felsen "Tsaranoro" taufen und die drei Felsen links davon "Vatovoarindrina",
das heißt geschlossene Steintore. Seitdem ist es fady (tabu), im heiligen Wald am Fusse
des Tsaranoro von Merina zu sprechen.
Tsara Camp
Das Tsara Camp bietet optimalen Komfort in einer völlig abgelegenen Gegend Madagaskars.
Es ist nicht notwendig, besonders sportlich zu sein, um den Aufenthalt im Tsara Camp
zu geniessen. Es werden jedoch auch anspruchsvollere Trekkingtouren angeboten. Zelte/Einrichtungen: Es gibt zehn Doppelzelte, jedes mit einer Grundfläche
von 16 m², Stehhöhe 1,90 m. Maximale Kapazität ist 20 Personen.
Jedes Zelt hat zwei einfache Betten, Nachttisch und Aufhängevorrichtung für Kleidung.
Jedes Zelt hat eine eigene Nasszelle mit Heisswasser, Chemietoilette und Waschbecken.
Beleuchtung besteht aus Sturmlaterne und Kerze. Restaurant: Im Zentrum des Camps befindet sich ein Hauptzelt von 90 m².
Das Restaurant und die Sitzecke stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung, sowie unbegrenzt
gefiltertes Wasser; Tee, Kaffee, sowie ein immer gut gefüllter Früchtekorb.
Frühstück wird serviert von 7 bis 8.30 Uhr. Es ist sehr reichhaltig, damit Sie fit sind für den
Tag; insbesondere für diejenigen, die Ausflüge planen. Die Getränkeauswahl besteht aus
Tee, Kaffee, heisser Schokolade, ausserdem gibt es gegrilltes Brot mit Butter, Marmelade,
Honig, Nutella, Erdnussbutter, Käse, Wurst, Eier und madegassischen Spezialitäten.
Mittagessen wird von 12.30 bis 14.00 Uhr im Camp serviert, besteht aus herzhaftem Salat,
Käse, Fisch und frischen Früchten. Für Ausflüge wird ein Picknick mit belegten Broten,
Käse, Eiern, Tomaten und frischen Früchten vorbereitet.
Abendessen ist ein komplettes Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Bitte
benachrichtigen Sie uns rechtzeitig, wenn vegetarische Kost gewünscht wird. Die Küche ist
einfach, aber schmackhaft und reichhaltig und bietet die Möglichkeit, madegassische
Spezialitäten zu probieren.
Allgemeine Informationen:
Zur Anreise ist ein Geländewagen notwendig zwischen dem Dorf Vohitsoaka und dem Camp
(10km Piste). Im Camp stationiert ist en 4WD-LKW mit Sitzbänken der 12-20 Personen mit
Gepäck transportieren kann. Man braucht etwa eine Stunde und 15 Minuten für diese Strecke.
Was muss man mitbringen? Mindestens Sportschuhe, ideal sind Trekkingstiefel, warme
Pullover für die kalten Winternächte (Juni-Sept), Sonnenbrille, Hut, Trinkflasche, Taschenlampe.
Was wird gestellt? Handtücher, Bettwäsche komplett, Moskitospiralen, ein Fernglas,
Gamaschen, Arzneikasten mit gängigen Medikamenten.
Einfachere Wanderungen:
Wir bieten Ihnen eine Auswahl von Ausflügen unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeitsgraden an,
begleitet von ortskundigen Führern, überwiegend leichtere Wanderungen auf ebenem Gelände
und einfachen Wegen durch Dörfer und den heiligen Wald, wo man Katta-Lemuren beobachten kann.
Marimiandra Wanderung
Auch eine leichtere halbtägige Wanderungen erfordert gute Schuhe, am besten leichte Wanderschuhe.
Höhenunterschied beträgt etwa 100 m. Es wird empfohlen Trinkwasser (1,5 Liter
pro Person), Sonnencreme, Badeanzug und Sonnenhut mitzunehmen. Ab Tsara Camp um 8.00 Uhr
Richtung Heiliger Wald, Fussweg circa 30 Minuten. Langsame Durchquerung, um die Rufe der
Lemuren zu hören und es besteht die Möglichkeit zur Beobachtung. Da die Tiere nicht zahm
sind, ist es nicht einfach, sie zu fotografieren, ausser mit Zoom-Objektiv. Hier sieht
man auch die traditionellen Grabstätten der Bara. Von der Höhe hat man einen wunderschönen
Ausblick übers Tal. Der Abstieg folgt einem Wasserlauf. Ein natürliches Schwimmbad erwartet
Sie umgeben von üppiger Vegetation. Baden ist möglich.
Der Rückweg zum Camp führt durch das Dorf Soavahiny, wo Besucher und Fremde willkommen sind.
Dort besichtigen wir eine Schmiede-Werkstatt. Zum Mittagessen um 12.00 Uhr sind Sie zurück
beim Camp. Sollten Sie vorhaben, längere Zeit beim Naturschwimmbad zu verbringen, kann
für Sie ein Picknickkorb vorbereitet werden, fragen Sie Ramon oder Barnabas!
Besuch traditioneller Dörfer
Eine sehr leichte Wanderung, bei der Sie die Bevölkerung des Tals kennenlernen und die
Lebensart dieser Menschen in einem abgelegenen Winkel Madagaskars.
Sie verlassen das Tsara Camp frühmorgens Richtung Morarano, etwa eineinhalb Stunden Fussweg.
Ein Pfad durchquert das Tal, er wird von den Talbewohnern benutzt. Unterwegs begegnen
Sie Frauen, die ihr Baby auf dem Rücken tragen und Männern mit ihrem "Angady" (Spaten) auf
dem Weg in die Felder und vielen kleinen Kindern, die Sie fröhlich mit "Salut Vazaha!"
begrüßen. Hier in Morarano gibt es ein Büro des WWF, diese Organisation ist sehr aktiv
in der Gegend. Auch die Schule ist sehr interessant. Eine sehr junge Lehrerin
widmet sich voll ihrem Beruf und bringt den Kindern Lesen und Schreiben bei. Aufgrund der
Isolation des Tals findet man keine Lehrer, deshalb gibt es nur zwei Schulen, diese und
eine andere in Vohitsoaka. Sie folgen dem Sahanambo Fluss bis zum Dorf Andasy am Fusse
des Andringitra. Bei der Durchquerung des Dorfes lernen Sie die Lebensweise in einer
typischen madegassischen Ortschaft kennen, mit den Zebugehegen aus dicken Ästen. Das letzte
Stück der Wanderung führt durch Reisterrassen. Sie sollten zum Mittagessen zurück beim Camp
sein. Wir raten Ihnen, sich mit Trinkwasser, Hut und Sonnenbrille auszurüsten, Badeanzug
und Handtuch, wenn Sie baden wollen. Leichte Sportschuhe genügen. Wir empfehlen diese
Wanderung allen, die eintauchen wollen in eine Welt ohne Hektik; hier leben die Menschen
im Rhythmus der Jahreszeiten, Reisfelder und Zebuherden.
Sportlichere Wanderungen
Für die Mutigeren, ausgerüstet mit Trekking-Stiefeln, gibt es geführte Wanderungen in
die Hochlagen des Tsaranoro, indem man einer kleinen Schlucht mit dichter Vegetation folgt.
Vom Gipfel hat man eine phantastische Panorama-Aussicht in den grossen Süden.
Houra Avaratra Tour
Hier sind solide Schuhe zu empfehlen, aber nicht unbedingt Wanderstiefel. Es ist eine
kurze Wanderung mit starker Steigung auf kurzer Distanz - kein Problem, wenn man es
langsam angeht. Vom Camp aus geht es durch Reisfelder, circa eine Stunde Aufstieg zum
Gipfel des Hügels. Beginn des Abstiegs, Abzweigung Richtung kleiner Wald, in dem acht
Katta-Lemuren leben. Um sie zu beobachten, sollte man sehr früh am Morgen losgehen,
denn sie ernähren sich von den Früchten des grossen Ficus im Wald.
Später suchen sie Schutz vor der Hitze und man sieht sie nicht mehr, aber sie sind zu
hören. Man kann zwei Höhlen besuchen, wo sich die Lemuren während der Regenzeit verstecken.
In der Vergangenheit dienten die Höhlen als Unterschlupf für die Betsileo, die von den
Eroberen des Königs Radama verfolgt wurden. Eine Stunde Abstieg zum Camp mit schöner
Aussicht über Reisterrassen und umliegende Dörfer.
Langela Tour
Schwierige Wanderung, nur für Liebhaber körperlicher Anstrengung. Gute Trekkingstiefel sind
nneben Trinkwasser (1,5 Liter pro Person), Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille unbedingt erforderlich.
Vom Camp aus braucht man zweieinhalb bis drei Stunden für den
steilen Aufstieg. Wie Sie bei näherem Hinsehen bemerken werden, ähnelt dieser Berg tatsächlich
einem Chamäleon. Auf dem letzten Stück des Aufstiegs gibt es eine schwierige Passage, die aber
keine besondere Ausrüstung erfordert, jedoch muss man schwindelfrei sein. Von oben haben Sie
eine wunderbare Aussicht über das Tsaranoro Tal, Tsara Camp und die Südhänge. Das
Mittagspicknick wird auf dem Gipfel eingenommen. Für den Abstieg braucht man etwa eineinhalb
Stunden. Unterwegs sehen Sie verschiedene Arten einheimischer Pflanzen wie: Euphorbia,
Pachypodium resolatum, Aloe, Kalanchoe.
4. Tag: Beginn des viertägigen Pic Boby Trekking
Der Pic Boby ist Madagaskar's zweithöchster Berg: 2.658 m. Das Andringitra Gebirge
ist eines der besten Trekking Gebiete der Insel. Diese Tour ist ausgelegt für gut trainierte
Leute, solide Trekking-Stiefel sind notwendig.
Wir verlassen das Tsara Camp am frühen Morgen. Durchquerung des Tsaranoro-Tals, dann Aufstieg
zum "Dondy" Richtung Antanifotsy-Tal. Am Rande des Andringitra Nationalparks werden die Zelte
für die Nacht aufgeschlagen. Dies ist eine sechsstündige Wanderung, 1.100 Höhenmeter werden
überwunden. Mittagspicknick, Abendessen und Camping.
5. Tag:
Wir verlassen das Camp frühzeitig und wandern zu den eindrucksvollen Zamandao Wasserfällen
im Andringitra Nationalpark. Dann geht es auf das Plateau. Heute beträgt der Höhenunterschied
800 m und die Gehzeit sechs Stunden. Der Weg ist schlecht, teilweise schwierig.
Mittagspicknick, Nachtessen und Camping in circa 2.400 m Höhe. Winternächte
(Juni bis Mitte September) können recht kalt sein.
6. Tag:
Dies ist der grosse Tag! Es geht früh los, Aufstieg auf den Gipfel des Pic Boby und Mittagessen
dort oben; dann geht es retour zum mittleren Plateau, von wo aus man den Andringitra
Nationalpark überblickt. Ein schlechter Weg, fünf bis sechs Stunden Gehzeit, 400 m
Höhenunterschied. Camping und Vollpension.
7. Tag:
Am frühen Morgen geht es weiter auf einem schlechten Weg Richtung Morarano. Dann laufen wir
durchs Tal und erreichen das Tsara Camp am Nachmittag. An dem letzten Tag muss man mit
sechs Stunden Gehzeit rechnen.
8. Tag: Fahrt nach Fianarantsoa
Abholung und Fahrt im Privatwagen in Madagaskar's zweitgrößte Stadt, "wo man das Gute lernt".
Übernachtung im Tsara Guest House.
9. Tag: Fianarantsoa - Antsirabe
Auf Wunsch Besichtigung einer Holzschnitzerei in Ambositra. Unterkunft im Hotel Arotel.
10. Tag: Antsirabe - Andasibe Nationalpark
Nur drei Stunden per Auto östlich von Antananarivo, liegt der Nationalpark Andasibe.
In diesem verbliebenen Regenwaldgebiet entdecken Sie den Indri Indri, den letzten
überlebenden Grosslemur, der dort in verschiedenen Gruppen lebt. Tages- und Nachtwanderungen
durchs Reservat. Unterbringung in der Vakon Forest Lodge.
11. Tag: Rückfahrt nach Tana am Abend
Gegen 23:00 fliegen Sie via Mailand (Ankunft 08:00 Uhr) nach Deutschland zurück.
12. Tag: Ankunft in Deutschland (z.B. München) gegen Mittag.